Keynote

 


Keynote I - 10:30 Uhr (Bussinesslounge) 


Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für die Qualitätsentwicklung von Ganztagsschule  

Prof. em. Dr. Jürgen Oelkers, em. Professor für Allgemeine Pädagogik, Universität Zürich 

 „Potentiale entfalten - Wohlbefinden fördern – Bildungschancen sichern“, so lautet das Motto des diesjährigen Kongresses. Mit Ganztagsschule als Lern-, Erfahrungs- und Lebensraum werden Aufgaben verbunden, die nur von den Professionen gemeinsam gelöst werden können. Ganzheitliche Bildung, Rhythmisierung, Partizipation, individualisiertes Lernen, Verzahnung von Unterricht und ergänzenden Angeboten, Öffnung von Schule, multiprofessionelle Zusammenarbeit und Lernzeiten sind dabei wichtige Gestaltungsfragen. 

Im Eröffnungsimpuls beleuchtet Prof. em. Dr. Jürgen Oelkers, die besonderen Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven im Hinblick auf die weitere gemeinsame Qualitätsentwicklung von Ganztagsschule. Im Kontext der Frage nach der Qualität von Ganztagsschulen meint Oelkers: „Nur, weil Schulen Ganztagsschulen sind, haben sie noch keine Gewähr, sich positiv zu entwickeln. Entscheidend ist, ob und wenn ja, wie der neue Zeitrahmen zu den Qualitätszielen passt.“ 

Prof. em. Dr. Oelkers absolvierte ein Studium der Erziehungswissenschaft, Germanistik und Geschichte an der Universität Hamburg. Er erlangte den Titel des ordentlichen Professors für Allgemeine Pädagogik an der Universität Bern in den Jahren 1987 bis 1999. Von 1999 bis 2012 war er ordentlicher Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Zürich.  

Seine Forschungsschwerpunkte sind: Historische Bildungsforschung, vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts, Reformpädagogik im internationalen Vergleich, Analytische Erziehungsphilosophie, Inhaltsanalysen öffentlicher Bildung und Bildungspolitik. 

 


Keynote II - 10:45 Uhr (Bussinesslounge) 


Raumkonzepte in Schule neu denken 

Christoph v. Winterfeld, Architekt, freiberuflicher Schulbau- und -nutzungsberater, NEUE SCHULE Hamburg 

Der Veränderungsdruck auf Schule ist groß: schnelleres, effektiveres und selbstverantwortetes Lernen, Ganztag, Inklusion und Erziehung - und die Schule als Multi-Dienstleister für die unterschiedlichen Erwartungen von Eltern, Lernenden, Lehrenden, Verwaltung, Bewirtschaftung und Schulaufsicht mittendrin. 

In seinem Impulsvortrag eröffnet der Hamburger Architekt Christoph von Winterfeld Denkräume in Bezug auf Schulbau, Schularchitektur und die Gestaltung schulischer Räume.   

Schule kann als ganztägiger Lern- und Lebensort ein Ort sein, an dem junge Menschen Wissen und Haltung erfahren und durch Anwenden vertiefen – und wachsen. Mit nutzerorientiert gestalteten Räumen lässt sich diese Chance materialisieren und schont nebenbei die Nerven Lehrender und die Budgets Betreibender. 

Christoph von Winterfeld erarbeitet neue Raum- und Raumnutzungsangebote für Lernen, Lehren und Betreiben. Seit 20 Jahren mit pädagogischen Prozessen und Räumen befasst, waren seine Jahre in den Niederlanden (interkulturelle Kommunikation) Frankreich (Universität) und Hamburg (Finanzbehörde) prägend, weshalb er neben seinen professionellen Ansätzen immer auch Ziele wie die Transformation von Widerständen gleichermaßen im Auge behält. Denn Ideen wollen auch umgesetzt werden ... 


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