Versicherung


1. Sind Schüler/innen auf dem Weg von der Schule zur Veranstaltung eines/einer Kooperationspartners/in gesetzlich unfallversichert?

Ja. Die Angebote sollen in geeigneten Räumlichkeiten und – soweit machbar – möglichst schulnah durchgeführt werden. Für die Wege dorthin und zurück sowie nach Hause sind die Schüler/innen über die Unfallkasse Nord versichert. Weitere Ausführungen finden Sie dazu in der Broschüre "Lernen am anderen Ort". (download)

2. Sind Schüler/innen bei Veranstaltungen oder Angeboten von Kooperationspartnern/innen auf dem Schulgelände und außerhalb des Schulgeländes gesetzlich unfallversichert?

Ja, die Schüler/innen stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Schülerunfallversicherung, wenn es sich um eine schulische Veranstaltung handelt. Allerdings kann eine Veranstaltung nicht als schulische Veranstaltung genehmigt werden, wenn mehr als die Hälfte der Teilnehmenden nicht Schüler/innen der Schule sind.
  

3. Wie sind die Mitarbeiter/innen der Ganztagsschule versichert?

Ist der Schulträger Träger des Ganztagsangebotes, sind die vom Schulträger im Rahmen der Ganztagsschule beschäftigten Personen der Unfallkasse Nord anzuzeigen.

Andere Träger sind verpflichtet, den Unfallversicherungsschutz für die von ihnen beschäftigten Personen zu gewährleisten. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für diesen Personenkreis ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Hamburg. Weitere Ausführungen finden Sie dazu in der Broschüre „Lernen am anderen Ort.

4. Unfallversicherungsschutz für Schülerinnen und Schüler, die in den Ferienzeiten an Betreuungsangeboten ihrer Schule teilnehmen

Schulische Betreuungsangebote während der Ferien unterliegen unter den folgenden Voraussetzungen dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung:

  1. Betreuungsangebote während der Ferienzeiten sind Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schule bzw. des Schulprogramms und erfüllen inhaltlich den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Bei den Angeboten handelt es sich demnach um schulische Veranstaltungen.
  2. Die Betreuungsangebote werden unter der pädagogischen und organisatorischen Verantwortung der Schule durchgeführt. Dies ist z.B. gesichert, wenn der Betreuungsplan zwischen Schulleitung und Leitung des Betreuungsteams abgestimmt wird, die Erreichbarkeit der Schulleitung oder deren Vertretung in den Ferienzeiten gewährleistet ist und alle Angebote in den Ferien einen Bezug zum pädagogischen Auftrag der Schule haben. Unfallversicherungsschutz für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schule an den Betreuungsangeboten besteht auch dann, wenn ein geeigneter Träger die Angebote durchführt.
  3. Die Aufsichtspflichten sind durch die Schule wahrzunehmen und die Schulleitung muss gegenüber den Betreuungskräften weisungsberechtigt sein. Grundsätzlich kann diese Aufsichtspflicht gemäß § 17 Abs. 3 Schulgesetz auf den Träger und das dort beschäftigte Personal übertragen werden.

 

Hinweise zum Verfahren:
a) Die Durchführung von unterrichtsergänzenden Betreuungs- und Ganztagsangeboten während des Schulbetriebes ist grundsätzlich der Unfallkasse Nord anzuzeigen, um den Unfallversicherungsschutz für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gewährleisten zu können.
b) Für den Unfallversicherungsschutz in den Ferienzeiten gilt Punkt a) entsprechend. Darüber hinaus sind die o.g. Voraussetzungen (1-3) zu erfüllen und in dokumentierter Form der Unfallkasse Nord anzuzeigen.