Schulräume für die Zukunft – Gestaltungsperspektiven für die ganztägige Bildung Teil 2: „Phase Null" und "Raumausstattung"

Ganztagsschulen sind nicht nur Orte des Lernens, sondern auch Lebensorte. Kinder und Jugendliche verbringen hier einen großen Teil ihrer Zeit. Deshalb müssen die Räume kinder- und jugendgerecht gestaltet und eingerichtet sein und gleichzeitig den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden.

Pädagogisch wirksame und funktionale Räume umzusetzen, ist eine Herausforderung, vor allem angesichts von Schularchitektur, die den räumlichen und sächlichen Anforderungen ganztägig angelegter Schulen oftmals nicht genügt.

Es gilt, neue Ideen und innovative Ansätze für Raum- und Ausstattungskonzepte zuzulassen, die das Lernklima positiv unterstützen, altersbezogene Lebens- und Lernbedürfnisse berücksichtigen und das Wohlbefinden der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen unterstützen.

Um Schulträger, Schulen und deren Kooperationspartner bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, bietet die Serviceagentur “Ganztägig lernen” in diesem Jahr eine vierteilige Fortbildungsreihe „Schulräume für die Zukunft - Gestaltungsperspektiven für die ganztägige Bildung” an.

Den Auftakt bildete die Veranstaltung „Ganztägige Bildung im 21. Jahrhundert - wie Räume unser Lernen und unser Miteinander unterstützen“ am 14. Mai 2019 in Lübeck mit der dänischen Architektin Rosan Bosch und dem Hamburger Architekten Adrian Krawczyk

Im zweiten Teil der Fortbildungsreihe geht es um die "Phase Null" und um die Innenausstattung der Räume.


„Phase Null“

Für die Planung der Umstrukturierung zum Ganztag und für die Erarbeitung eines Raumnutzungskonzeptes initiierte die Bremer Bildungsbehörde die »Phase Null«.  

Ziel dieser Planungsphase ist es, allen Akteurinnen und Akteuren an der Schule Gehör zu verschaffen. Gemeinsam an einem Tisch planen und diskutieren die Beteiligten des Bauprojektes (Planer/-innen), die Nutzer/-innen (pädagogisches Personal, Schulleitung, Kooperationspartner u.a.) sowie Vertreter/-innen der Bildungsbehörde.   

Alle Beteiligten erhalten so die Möglichkeit, ihre Anforderungen, Wünsche und Ziele zu äußern, um eine optimale Abstimmung mit pädagogisch-inhaltlichen, architektonischen, städtebaulichen und organisatorischen Rahmenbedingungen im Sinne der individuellen Bedarfe der jeweiligen Schule zu gewährleisten. 

Referent: Oliver Behnecke (Moderator „Phase Null“ in Bremen)


„Raumausstattung“

Kinder und Jugendliche brauchen Platz und Raum, um sich gesund entwickeln und entfalten zu können. In einer Ganztagsschule muss es Räume geben, die Lernen mit Kopf, Herz und Hand ermöglichen. Kinder und Jugendliche brauchen eine anregende Umgebung, in der sie mit Hilfe geeigneter Lern- und Spielmaterialien dazu ermutigt werden, sich kreativ auszuleben, Erfahrungen zu machen und selbstständig zu experimentieren.

Vielen Schulen mangelt es an ausreichend Raum. Aus diesem Grund werden Räume oft doppelt genutzt, sowohl der Vormittags- als auch der Nachmittagsbereich müssen auf die gleichen Räume zurückgreifen. Dies sorgt häufig für Unmut.

  • Welche Lösungsansätze gibt es, gleichberechtigt dieselben Räume zu nutzen, ohne ihnen Funktionalität und Atmosphäre zu nehmen
  • Inwiefern wird bei der Gestaltung der Lern- und Lebensräume ein erweitertes Bildungsverständnis berücksichtigt?

In der Veranstaltung werden entwicklungsorientierte Gestaltungshinweise bei Fragen der Raumgestaltung sowie gute Beispiele aus Grund- und Gemeinschaftsschulen aufgezeigt. 

Referentin: Katrin Petersen (Lehrerin und Fortbildnerin im Bereich Raumgestaltung)


Zielgruppen

Schulträger, Bauämter, Architekten/-innen, Schulleitungen, Lehrkräfte, Ganztagskoordination, Kooperationspartner/-innen, weiteres pädagogisches Personal

Anmeldungen geschlossen für diese Veranstaltung

Datum
12.06.19 12:00 - 16:00
Ort
Konferenzzentrum der Sparkassenarena
Europaplatz 1, 24103 Kiel
Partnerveranstaltung
Nein